Wo Bayern ist, ist vorne…

Heute gab es die nächste Novellierung der 15. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und damit einen Tag vor der MPK bereits Lockerungen für Bayern: Kontaktbeschränkungen fallen weg, aus „2G-Plus“ wird „2G“ und es gibt mehr 3G-Bereiche. Das alles ab 17. Februar. Insbesondere dass wieder weitere Bereiche unter 3G-Bedingungen zugänglich werden, ist ein Rückgewinn von Lebensqualität für mich. Denn leicht waren die Monate im faktischen Lockdown als Ungeimpfter nun nicht gerade. Aber ob diese Demonstration der politischen Handlungsfähigkeit der außerparlamentarischen Opposition gegenüber den Koalitionsparteien des Bundestags bei einem medizinischen Sachverhalt nötig war, frage zumindest ich mich schon.

Und damit wieder zur Politik bzw. zu dem für mich hier drängendsten Punkt, der Debatte zur Impfpflicht – in welcher Ausgestaltung auch immer. Derzeit schaut es so aus, als würde der 1. Oktober der früheste Termin für eine Einführung einer Impfpflicht sein. Aber vielleicht kann man ja noch auf die Union hoffen: „Je stärker jetzt die Welle abebbt, je geringer die Neuinfektionsinzidenz ist, je geringer die Hospitalisierung ist, desto weniger wird eine Impfpflicht verfassungsrechtlich gerechtfertigt sein“, s. https://www.tagesschau.de/inland/corona-impfpflicht-107.html. Derweil bin ich mit den Vorschlägen der Union zu einem „Vorratsgesetz“ inhaltlich aber auch keinesfalls glücklich: Man will damit die Möglichkeit einer verpflichtenden Impfung gegen ein Virus, das man noch gar nicht kennt, verabschieden, um den Werkzeugkasten funktionsfähig in petto zu haben (wenn die Supermutante kommt, die zwar unwahrscheinlich, aber aus strategischen Gründen als Angstprojektion bemüht wird). Mit einem Impfstoff, der noch gar nicht entwickelt, geschweige denn getestet und (wie jetzt zumindest vorläufig) zugelassen sein kann. Das klingt alles für mich reichlich unlogisch und kann auch ein Freibrief für Willkür sein.

Das muss man den Bedenken, wenn man dann das https://www.heise.de/tp/features/Konditionierung-fuer-den-Biokrieg-6474067.html liest. Das ist alles harter Tobak. Leider sind die sozial-romantischen Gedanken vom Gutmenschen nicht (mehr) die Wirklichkeit anno domini 2022. Oder andersherum: Es besteht die Möglichkeit, dass die Abgründe, die von Verschwörungstheoretikern gesehen werden, eine gewisse Substanz haben. Oh weh.

Um irgendwie noch was Positives zu schreiben, nun als hilfloser Absacker zwei Links: https://nein-zur-impfpflicht-in-deutschland.de/. Selbsterklärend. Und ein bisschen in der Absicht des Unionsvorschlags der https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.oesterreich-regierung-schliesst-aussetzen-von-impfpflicht-nicht-aus.496aa92b-ec1f-4e18-8bc2-64d0b7088d73.html. Interessant. Hoffentlich wird die Entwicklung in Österreich in der Orientierungsdebatte im Bundestag bemerkt.

Zuallerletzt eine (Einzelfall!!-)Story: https://www.rnd.de/gesundheit/corona-impfung-mit-nebenwirkung-betroffener-klagt-gegen-astrazeneca-TYAHX6WV7RDVNDWS2XDGXRDVCE.html. „Später hat er sich, medizinisch überwacht und wissenschaftlich begleitet, mit mRNA-Impfstoffen auch noch zweit- und drittimpfen lassen“. Sehr bemerkenswert. Auch da gilt der Satz von unserem alten und neuen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: „Was muss eigentlich noch alles passieren…“. Meine freie (!) Entscheidung wäre nach einer derartigen Impferfahrung sicher ganz anders ausgefallen. Aber mal schauen, wie lange es freie Entscheidungen zur körperlichen Unversehrtheit hier überhaupt noch gibt.

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